Martin-Luther-Gymnasium
Staatl. anerkannte Ersatzschule

P r e d i g e r p l a t z  4
99817 Eisenach / Thü.

Fon: +49 [0] 3691 - 79 55 3
Fax: +49 [0] 3691 - 79 55 43

luther@mlg-esa.de
Etwas zur Geschichte unseres Gymnasiums
Unser Gymnasium befindet sich mit Abstand sowohl im ältesten als auch im modernsten Schulgebäude der Stadt Eisenach. Haben Sie Interesse an einem kurzen Abriss der ganzen Geschichte?
Vor über 460 Jahren(!) befand sich hier im Ost- und Südflügel desselben Hauses eine alte Lateinschule. Vorher fungierte es als Kloster.

Eine kurze Geschichte des Martin – Luther - Gymnasiums

Das Martin - Luther - Gymnasium zu Eisenach geht in seinen Anfängen zurück bis ins Jahr 1185, in die Zeit also, als die Latein - Schule von St. Georgen gegründet wurde. Dieses Gebäude, das Martin Luther von 1498 - 1501 besuchte, steht schon seit dem Jahre 1507 nicht mehr. Auch die Nachfolgerin dieser Lateinschule wurde - im Grunde genommen - ein Opfer der Reformation.

Das Gebäude, das heute die Schüler des Martin–Luther-Gymnasiums beherbergt, wurde 1235 zu Ehren der Heiligen Elisabeth von Thüringen gebaut - Heinrich Raspe errichtete seiner Schwägerin an der Stätte ihres Lebens ein Denkmal ebenso wie an der Stätte ihres Todes eine Kirche in Marburg. Beides geschah wohl aus schlechtem Gewissen und war vermutlich ein Akt der Sühne, denn Elisabeth wurde zu Lebzeiten nicht gerade nett von ihrem Schwager behandelt. Dass Dominikaner einzogen, während Elisabeth dem Ideal der Franziskaner huldigte, war wohl kirchenpolitischen Aspekten Heinrichs zuzuschreiben.

Als Schule genutzt wurde die Anlage erst nach der Reformation seit 1544, und zwar wesentlich durch die Fürsprache Luthers im Jahre 1542, der der Eisenacher Superintendent Justus Menius 1544 durch drei Briefe an den Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen entschieden Nachdruck verlieh. So können wir heute mit Recht das Martin - Luther - Gymnasium als Luthers Schule bezeichnen, wenn wir den Genitiv nur richtig einordnen, nämlich als genitivus objectivus.

Über die weitere Historie der Einrichtung mag die folgende Kurzbiographie Auskunft geben:

1185

Einrichtung der Lateinschule St. Georgen neben der Georgenkirche

1240

Gründung des Dominikanerklosters (bis 1525 existent)

1498-1501

Martin Luther ist Schüler der Lateinschule St. Georgen

1532

Erhebung der Schule zur Schola Provincialis und  Verlegung in das Gebäude des früheren Dominikanerklosters

1555

Erlass einer Schulordnung, die Vorbild wird für andere Schulen des Landes

1598

Zusammen mit dem künftigen Gymnasium illustre (Casimirianum) in Coburg erhält die Schule ein fürstliches Stipendium, das erstmals 1609 vergeben wird

1692-1695

Johann Sebastian Bach ist Schüler der Schule

1704

Angliederung eines Seminarum theologicium an die Schule (bis 1712) und Einrichtung einer Selecta

1707

Erhebung zum Gymnasium illustre (u. a. nach dem Vorbild des Gymnasiums illustre in Schleusingen)

1744

Anregung zu einer 200-Jahr-Feier der Schule unter dem damaligen Rektor Johann Michael Heusinger

1840

Neuorganisation der Schule unter dem Direktor Karl Hermann Funkhänel Namensgebung der Schule nach dem regierenden Landesherren Großherzog Karl Friedrich - Karl - Friedrich - Gymnasium

1844

300-Jahr-Feier der Schule

1877 / 78

Aula - Anbau zwischen den beiden Flügeln des Schulgebäudes; Stiftung einer Luther-Statue an der Südseite der Aula-Außenwand

1935

750-Jahr-Feier zum Gedenken an die Einrichtung der Lateinschule St. Georgen

1946

Namensänderung in Luther - Gymnasium

1950

Umwandlung in Luther - Oberschule

1960

Aufhebung der Schule, Einzug eines Instituts für Lehrerbildung in das Schulgebäude

1991

Wiederherstellung der Lutherschule in dem Schulgebäude Am Predigerplatz als Teil des Ernst - Abbe - Gymnasiums in der Wartburgallee

1994

Eröffnung des selbstständigen Martin - Luther - Gymnasiums in Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen

1995

Beginn der dreijährigen Phase von Umbau und Neubau mit Errichtung des Westflügels; zeitweilig wird der Unterricht für die Klassen 5 - 9 in die Carl-Alexander-Schule am Wartenberg verlegt

1998

Nach zweimaliger langwieriger Untersuchung durch offizielle Kommissionen von Schulamt und Kultusministerium findet die feierliche Ernennung des Gymnasiums als "staatlich anerkannte Ersatzschule" statt.

1999

Die Schule feiert das fünfjährige Bestehen seit der Wiedereröffnung

2000

Nach dem Ausscheiden des bisherigen Direktors (Dr. Schmidt) fiel die Wahl des neuen Schulleiters auf den bisherigen Oberstufenleiter, Herrn Thomas Giesa.

2002

Der 5. Abiturjahrgang verlässt die Schule

2004

460. Jubiläum von Luthers Schule und Festwoche aus Anlass des zehnjährigen Bestehens seit Neugründung

2009

Trägerin des Martin-Luther-Gymnasiums wird die Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland; die Schule feiert ihr 15-jähriges Bestehen seit Wiedergründung.

Am 31. 10. 1995 - am Reformationstag - wurde mit dem Ersten Spatenstich in Anwesenheit des Kultusministers und hoher kirchlicher Würdenträger der Anfang für eine umfangreiche Bautätigkeit markiert: das Wiedererstehen des Westflügels, jedoch in modernem Gewande, um die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für einen modernen Unterricht auch in den Naturwissenschaften zu garantieren.

Am Martin – Luther - Gymnasium beginnen die Schüler der Klassenstufe 5 mit zwei Fremdsprachen (Englisch als erste, Latein als zweite ). Ab der     8. Klasse kann eine weitere Fremdsprache (Französisch) oder das Fach Naturwissenschaft (Nawi) belegt werden.

Was dieses Gymnasium von dem zu Luthers Zeiten  unterscheidet, ist die Tatsache, dass die Klassenstärke in dieser zweizügig geführten Schule die Zahl 26 nicht übersteigt und somit ein intensives Arbeiten und Lernen in guter Atmosphäre möglich ist. Aber natürlich ist dies nicht das einzige Unterscheidungsmerkmal ... ;-)

Für die Aufgaben der Gegenwart und der Zukunft ist das Martin-Luther-Gymnasium gut gerüstet.

 

Zurück zurück

© 2003-2012 Martin-Luther-Gymnasium | Impressum top nach oben